Der Gedanke zum Wochenausklang
Wieder hat sich eine Woche verabschiedet, die dritte in diesem Jahr. Und wieder geistern mir unzählig viele Gedanken im Kopf herum.
Gestern beim weggehen in der Münchner Stadt aber, wurde ein besonderer Gedanke wieder ganz laut. Er lummert schon lange in meinem Kopf und erst jetzt fängt er langsam zu reifen an.
In erster Linie geht es um die heutige Abgrenzung der Jugend. Natürlich, schon Sokrates sagte das die Jungen sich immer wiedersetzen (Zitat). Doch mir geht es weniger um widersetzen sondern um das heutzutage hochgelobte “Individualsein”. Jeder Mensch beharrt auf seine Eigenständigkeit, ja seiner Einzigartigkeit. Doch in diesen Strudel, geprägt von Egoismus, Sturheit und Verblendung ist der wesentliche Aspekt schon lange Untergegangen – das ungewöhnliche dasein. In dem Drang unbedingt anders zu sein, sich anders zu kleiden, anders zu geben haben sich schon Herden gebildet die eigentlich den Individualismus negieren. Man sieht sie nicht auf einen Haufen, doch sie sind trotzdem überall – und verlieren damit ihre Glaubwürdigkeit.
Gerne berufe ich mich auf Nietzsches Lehre, sich selbst zu überwinden umd sich zu entwickeln. Auch die Verneinung der falschen Gesellschaft spielt hier eine Rolle. Und war früher der abgelehnte Humanismus, der gelebte Egoismus – was ist er heute? Die Verneinung der Gesellschaft kehrt sich um – von Misanthropischen Gedanken zum Philanthropischen.